Katholische Kirchgemeinde Pfyn

Geschichte

Gebäude

Unsere Kirche St. Bartholomäus steht im Städtli Pfyn. Sie gehört der paritätischen Kirchgemeinde. Die innen liegende Sakristei und der aussen stehende Aufbahrungsraum beim Vorzeichen sind Besitz der katholischen Kirchgemeinde Pfyn.

In Lanzenneunforn befindet sich eine Kapelle mit einer eigenen Kapellgemeinde, zugehörig zur Kirchgemeinde Pfyn. 

Kapelle Lanzenneunforn - ein verborgenes Kleinod

Versteckt hinter dem Gemeindezentrum und äusserlich eher unscheinbar, wird sie oft kaum wahrgenommen. Ihren Schatz verbirgt sie im Inneren. Seit der umfassenden Restaurierung im Jahre 1997 glänzt sie wieder in alter Pracht und lädt zur stillen Einkehr ein.

Nicht nur das Innere der Kapelle Lanzenneunforn ist bemerkenswert, Interessantes liefern auch Legenden und Geschichtsbücher. So hält sich bis in die jüngste Zeit hartnäckig ein Gerücht um die Gründung der Kapelle. Danach hatte vor gut 200 Jahren der jähzornige Dorfschmied Jakob Kolb im Streit einen jungen Mann mit dem Schmiedhammer erschlagen. Um einer harten Strafe, unter Umständen sogar der Todesstrafe, zu entgehen, gelobte er, am Ort des Totschlages eine Kapelle zu stiften.

Familiengeschichtliches Interesse hatte den vierten Urgrossenkel von Jakob Kolb, J. Kolb, dazu bewogen, beharrlich nach den wahren Gründung der Kapellenstiftung zu forschen. Nach vergeblichem Stöbern in verschiedensten Archiven wurde er im Kirchenarchiv Herdern fündig. Im dort vorhandenen Verzeichnis der Kirchen- und Kapellenfonds ist unter Lanzenneunforn vermerkt, dass die Kapelle 1739 von Jakob Kolb erbaut und mit 60 Gulden dotiert worden ist. Über ein Gelübde im Zusammenhang mit einem begangenen Totschlag liegen keine schriftlichen Überlieferungen vor. Jakob Kolb (1674-1749) war Richter und bis zu seinem Tod Weibel. 1739 übergab er die Schmiede seinem Sohn Jakob Kolb.

Dichtung und Wahrheit

Vielleicht steht die Kapellenstiftung im selben Jahr im Zusammenhang mit dieser Geschäftsübergabe. Dass ein Bedürfnis für ein Gotteshaus im Dorfe bestand, wird im Visitationsbericht aus dem alten Dekanat Frauenfeld-Steckborn von 1754 verdeutlicht. Darin heisst es von der Kapelle in Landts Nèferen, sie diene den Pfarreiangehörigen zum Rosenkranzgebet, wenn sie wegen Schwäche, Alter oder Witterung die nächstliegenden Pfarrkirchen nicht besuchen können.

Was Wahrheit, was Dichtung ist, wird sich wohl nie ganz klären lassen. Aber, wer will das schon? Ist es nicht schaurig-schön, die Legende von Mord und Totschlag auch kommende Generationen genüsslich um die Kapelle ranken zu lassen?

 

Das Pfarrhaus wurde total renoviert. Wir finden darin eine grosszügige, moderne 5 ½ Zimmer-Wohnung aufgeteilt auf die 2 Obergeschosse.

Im Parterre ist das Sekretariat, ein Sitzungszimmer, eine Küche und ein Pfarrsääli mit WC-Anlagen eingerichtet. Für eine eventuelle Gemeindeleitung oder Angestellten der Pfarrei gibt es einen direkten Zugang zur Wohnung.
Das Sääli wird vor allem für kleinere Anlässe der Gemeinde genutzt, wie z.B. Kirchenkaffee, Gruppenanlässe, Katechese.
Im Sekretariat sind 2 Arbeitsplätze für den/die Gemeindeleiterin und die Sekretärin eingerichtet.

Im Untergeschoss haben die Jugendlichen ihren Jugendkeller eingerichtet, den sie als Jugendtreff benutzen.

In der Scheune sind die Aussen-WC-Anlagen, ein Abstellraum für den Friedhof und eine Garage, wo zur Zeit verschiedenes Material für Gottesdienste und von Vereinen gelagert wird.

Die Trotte gehört der poltischen Gemeinde und der Schulgemeinde. Die evangelische und katholische Kirchgemeinden sind Stockwerkeigentümer des Kirchgemeinderaums, mit einer sehr ansprechenden, angenehmen Atmosphäre. Genutzt wird dieser von beiden Kirchgemeinden in Absprache. Es finden darin Religionsunterricht, Erwachsenenbildungsanlässe, Chorproben usw. statt.
Leider ist dieser Raum nicht behindertengerecht gebaut.

Im unteren Teil der Trotte steht den Kirchen der Gemeindesaal mit Küche und WC-Anlagen für grössere Anlässe zur freien Benützung zur Verfügung.